Die Kraft des Wortes eine Einführung in die Mantra Praxis "Am Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort"Aus dem Johannesevangelium " Am Anfang war Brahman, bei dem war das Wort, und das Wort war wahrhaftig das höchste Brahman"
Aus der Rig-Veda, eine der ältesten Hinduschriften Mantra ist ein Sanskritwort mit vielen Bedeutungen, z. B. Werkzeug des Geistes, Heilige Sprache, Sprache des feinstofflichen menschlichen Leibes Was ist ein Mantra? Heilige Worte oder auch nur Silben, die der Praktizierende intoniert, um seinen Geist zu konzentrieren, mit der angerufenen Gottheit eins zu werden oder deren Schutz und Hilfe zu erlangen. Die meisten Mantren sind in Sanskrit (der wohl ältesten Sprache und Schrift der Welt), aber auch besondere Wörter und Sätze in anderen Sprachen können als Mantren benutzt werden (z.B. das Vaterunser, das Ave Maria) Wie funktionieren Mantren? Am einfachsten zugänglich in der Welt der Sinne sind die akustischen Schwingungen, die wir hören und die, die wir beim Sprechen oder Singen erzeugen. Indem wir bestimmte Schwingungen erzeugen durch das Intonieren eines spezifischen Mantras, stellen wir eine Bezugsebene her mit dem Inhalt des Mantras, erzeugen im Gehirn bestimmte Strömungen, die auf unsere Gedanken und Taten wirken - und damit auf unser Leben. Sowohl die innere Wahrnehmung als auch Menschen und Situationen in der Außenwelt reagieren darauf. Wie benutze ich Mantren Mantra Rezitationen sind am wirkungsvollsten, wenn sie mit Aufmerksamkeit statt rein mechanisch durchgeführt werden. Regelmäßiges, häufiges Wiederholen der Mantren führt dazu, daß die Schwingung des Mantras selbst im Schlaf erhalten bleibt und weiter wirkt. Aber Mantra-Wiederholung kann dem Übenden die Verwirklichung seines höchsten Zieles bringen, selbst wenn er die Bedeutung des Mantras gar nicht kennt. Mit einem solchen mechanischen Mantra dauert es ein bißchen länger bis zur Verwirklichung, als in voller Kenntnis der Bedeutung. Beim Sprechen der Mantren (dies kann laut oder auch rein mental erfolgen) kann man sich entweder auf dessen Klang, die Bedeutung oder die Visualisation einer Gottheit (hierbei ist es völlig unwichtig wie ich mir den höchsten schöpferischen Aspekt im Universum vorstelle, welcher Religion ich angehöre!) Am wirkungsvollsten ist es, ein Mantra über einen gewissen Zeitraum täglich zur gleichen Zeit in einer bestimmten Anzahl zu rezitieren. Nochmals sei darauf hingewiesen, daß Hingabe und Konzentration wichtiger sind als die richtige Aussprache oder Melodie. Auch sollten wir uns nicht auf das Erreichen eines bestimmten Zieles fi<st1:PersonName>x</st1:PersonName>ieren sondern uns dem schöpferischen Fluß und seinen Möglichkeiten öffnen.Für eine ernsthafte Pra<st1:PersonName>x</st1:PersonName>is ist es hilfreich eine Mala (eine Art erweiterter Rosenkranz - Kette mit 108 Kugeln sowie einer von den anderen zu unterscheidenden 109ten Kugel, die das Ende bzw. den Anfang eines Wiederholungszyklus symbolisiert) zu benutzen. Sie dient zum einen zum Zählen und hilft uns konzentriert zu bleiben. Was bewirken Mantren Mantren können erfrischen und friedvoller machen. Sie können bei der Heilung von Krankheiten unterstützen, in schwierigen Situationen weiterhelfen, uns schneller wissen lassen, was zu tun ist. Sie helfen, Wünsche und Träume zu verwirklichen Mantra Rezitation ist ein wunderbares Mittel unseren ruhelosen Verstand zu bändigen und so einen Zustand von innerer Ruhe und Gelassenheit zu erzeugen. Die Gedanken werden beruhigt und gereinigt. Die Wiederholung des Mantras entfernt den Schmutz des Geistes, wie Verlangen, Ärger und Gier. Wie ein gereinigter Spiegel seine Umgebung widerspiegeln kann, so erwirbt der Geist nach Befreiung von seinen Unreinheiten die Fähigkeit, die höhere spirituelle Wahrheit zu reflektieren. Wie Seife ein schmutziges Tuch reinigt, ist das Mantra eine spirituelle Seife zur Reinigung des Geistes. Wie Feuer Gold reinigt, so reinigt das Mantra den Geist. Schon ein wenig Mantra-Rezitation mit Glauben, richtigem Gefühl und Konzentration auf seine Bedeutung zerstört alle Unreinheiten des Geistes. Mantra - Pra<st1:PersonName>x</st1:PersonName>is verändert die geistige Substanz von Leidenschaft zu Reinheit, von Unruhe, Aktivität zu Ruhe, Reinheit. Es beruhigt und stärkt den Geist, richtet ihn nach innen und beherrscht seine nach außen gerichteten Tendenzen. Es hilft schlechte Gedanken und Neigungen zu beseitigen, macht entschlossen und ernsthaft. In der Mitte zwischen Akasha (Raum) und Prithvi (Erde) ist Agni, das Feuer. Es ist das erste, das in Erscheinung tritt, bevor die Schöpfung sich manifestiert. Agni ist alles, was das Licht bezeichnet. Akasha ist wahrnehmbar, ebenso auch Vayu (Wind), aber beide sind nicht sichtbar. Erst durch Agni ist es möglich zu sehen. Da Agni zwischen den unsichtbaren und sichtbaren Erscheinungen existiert, ist es möglich, durch das Feuer von der sichtbaren in die unsichtbare Ebene zu gelangen.
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